Lachs ist der beliebteste Speisefisch der Deutschen. Doch ein Großteil stammt aus offenen Netzgehegen im Meer – und diese Haltungsform steht seit Jahren in der Kritik von Verbraucher- und Umweltschutzorganisationen. Ein sachlicher Blick auf die dokumentierten Probleme.
Enge, Parasiten und hohe Sterblichkeit
In den großen runden Netzgehegen teilen sich oft 50.000 bis 100.000 Lachse ein Gehege. Ein zentrales Problem ist die Lachslaus, ein Parasit, der sich zu Dutzenden an einem einzigen Fisch festbeißen kann. Die Folgen für die Tiere sind gravierend: Nach Angaben des norwegischen Veterinärinstituts stirbt dort etwa jeder vierte Zuchtlachs vorzeitig; in Schottland ist von rund einem Drittel die Rede.
Chemikalien und belastete Meeresböden
Um den Läusebefall einzudämmen, kommen Medikamente und Insektizide zum Einsatz. Futterreste und Ausscheidungen sinken unter den Käfigen zu Boden und können dort Meeresböden und ihre Lebensgemeinschaften schädigen. Weil die Gehege offen sind, gelangen Parasiten und Belastungen zudem ungehindert ins umliegende Meer – wo sie auch Wildlachse gefährden.
Was Kritiker sagen
Verbraucherzentralen, der BUND und Rechercheteams wie foodwatch (Undercover-Recherche in Schottland, Herbst 2025) weisen seit Jahren auf diese Missstände hin. Manche bezeichnen Zuchtlachs aus offenen Netzgehegen sogar als eines der problematischsten tierischen Lebensmittel überhaupt. Die Branche verweist ihrerseits auf Fortschritte und Zertifizierungen – die grundsätzlichen Nachteile offener Systeme aber bleiben.
Der andere Weg: geschlossene Kreislaufzucht
Genau diese Probleme entstehen in einer geschlossenen Indoor-Kreislaufanlage gar nicht erst: kein offener Kontakt zum Meer, keine Seeläuse-Plage, keine Chemikalien im Ökosystem, keine verschmutzten Meeresböden. OKAVA – unser grätenfreier, angenehm milder OKAVA – wächst genau so heran: ohne Antibiotika, ohne Mikroplastik, ohne Schwermetalle, kontrolliert und rückverfolgbar in Bayern.
Das heißt nicht, dass jeder Lachs schlecht ist – aber es lohnt sich, genauer hinzuschauen, woher der Fisch auf dem Teller kommt.
Quellen: Verbraucherzentrale Hamburg/Südtirol, BUND, WWF, foodwatch (2025), Norwegisches Veterinärinstitut.